Status der MeldungDie Meldung wurde bearbeitet (grün)
Zeitpunkt der Störung
19.03.2026
Registriernummer der Meldung2393592
Beschreibung der MeldungHeute am 19.03.2026 hat die Cessnar DKLAS C404 (MSN 40623) ca. 7 Stunden (!) insgesamt 17 mal die Stadt Bremen überflogen in geraden Linien von Schwachhausen / Oberneuland bis Arsten / Stuhr. Der Flughafen bildete den Mittelpunkt, gewendet wurde westlich über Delmenhorst und östlich an der Weser. Besonders häufig wurde damit Obervieland und Huchting betroffen. Das Flugzeug hielt konstant die Höhe von 3000 ft und die Geschindigkeit um 135 Ktn. Der Bremer Westen und Bremen-Nord wurden nicht überflogen.
Mehrmals flogen heute militärische Flugzeuge (deutsche, amerikanische,
französische) über den Bremer Flughafen, so dass man möglichweise von einem Zusammenhang ausgehen kann. Ich nehme an, dass es sich um eine Vermessung handelte. Mein Problem ist nicht die Lautstärke des Flugzeuges sondern die Dauerbelästigung. In Zeiten von Drohnen sollten solche Maßnahmen bekannt gemacht werden. Warum hat die Behörde oder der Flughafen nicht mit einer Presseinformation diese Maßnahme angekündigt und die Bürger um Verständnis gebeten? Die Erfolgsmeldungen über immer neue Flugrouten ab Bremen und die militärische Nutzung des Flughafens wurden doch auch bekannt gemacht!
Freundliche Grüße
Meldung wurde eingetragen am23.03.2026
AntwortBezüglich Ihres zunächst genannten Fluges wurde das Landesamt GeoInformation Bremen um eine Stellungnahme gebeten. Die Informationen erhalten Sie nachfolgend:
"Bei dem beschriebenen Flug handelte es sich um die Laserscan-Befliegung im Auftrag des Landesamtes GeoInformation Bremen und des Kataster- und Vermessungsamtes Bremerhaven. Im 10-Jahres Turnus werden Laserscandaten der Landesfläche aufgenommen, um daraus flächendeckende Digitale Gelände- und Oberflächenmodelle abzuleiten. Die so gewonnen Daten sind wichtige Grundlagendaten für Planungen, Analysen und Simulationen im Bereich des Hochwasserschutzes, der Bauleitplanung, der Infrastrukturplanung und des Katastrophenschutzes (Simulation von Naturereignissen wie z.B. Starkregen) und werden der Verwaltung sowie der Öffentlichkeit als „Open Data“ bereitgestellt.
Zusätzlich zu den Laserscandaten werden für das Stadtgebiet Bremen dieses Jahr auch Bilddaten aufgenommen. Auch diese Daten sind eine wichtige Informationsgrundlage in der Verwaltung und werden öffentlich als „Open Data“ bereitgestellt.
Die Rechtsgrundlage bildet dabei das Vermessungs- und Katastergesetz des Landes Bremen.
Machen Sie sich gerne einen Eindruck von den Ergebnissen aus solchen Vermessungsflügen im Geoportal unter folgendem Link: Geoportal Bremen, Ergebnisse aus Laserscan und Bildflug.
Zudem sind die Vermessungsergebnisse Grundlage für den digitalen Zwilling der Stadt: Bremen 3D
Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die diesjährige Befliegung in Kooperation mit dem Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen durchgeführt, welches die Befliegung für Niedersachsen, Bremen und Bremerhaven ausgeschrieben und koordiniert hat. Das niedersächsische Landesamt hat die Flugsicherung in Bremen frühzeitig über die Maßnahme informiert und bzgl. der Flugerlaubnis eingebunden.
Aufgrund der für Bildflüge instabilen Wetterlage in den letzten Tagen, hat das Landesamt GeoInformation Bremen eine Befliegung des bremischen Landesgebietes erst zum Wochenende hin erwartet. Die Maßnahme wurde daher am 20.03.2026 im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen bekannt gegeben. Dabei überschnitt sich dies aber mit der kurzfristigen Flugplanung des beauftragten Luftbildunternehmens und war damit für Sie nicht rechtzeitig einsehbar. Verständnis für die notwendigen vermessungstechnischen Datenaufnahmen zu schaffen und darüber zu informieren ist uns wichtig. Bei zukünftigen Vermessungsflügen wird das Landesamt GeoInformation Bremen daher wieder frühzeitig, anstatt zeitnah zu den Flügen, diese amtlich bekannt machen und über die Presse informieren.
Wir bedauern die für Sie entstandenen Belastungen an diesem Tag und bedanken uns für Ihr Verständnis für die Notwendigkeit der Datenaufnahme."
Bezüglich der genannten militärischen Flugbewegungen am Bremer Flughafen kann Ihnen mitgeteilt werden, dass am 19.03.2026 insgesamt acht Flüge erfolgten. Es handelte sich dabei um drei Hubschrauber, einen A400M sowie vier Tornados.
Zur Überwachung der Fluggeräusche betreibt die Flughafen Bremen GmbH eine Fluglärmmessanlage mit insgesamt neun fest installierten Messstationen in der Umgebung des Bremer Flughafens.
Ihre Wohnbebauung befindet sich in der Nähe der Messstelle 1 in der Karl-Grunert-Straße. An der Messstelle 1 war am 19.03.2026 bezüglich der militärischen Flugbewegungen der höchste maximale Schalldruckpegel von 86,6 dB(A) verbunden mit dem Flug eines Tornados.
Bei Fragen und Beschwerden zum militärischen Flugbetrieb können Sie sich direkt an die zentrale Ansprechstelle der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr wenden.
Kostenlose Rufnummer Bürgertelefon: 0800-8620730 (Montag - Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr sowie Freitag von 08:00 bis 12:30 Uhr)
E-Mail: fliz@Bundeswehr.org
Internet:
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/luftwaffe/organisation-/das-luftfahrtamt-der-bundeswehr/buergerservice-rund-um-den-militaerischen-flugbetrieb