Status der Meldung
Die Meldung wurde bearbeitet (grün)
Zeitpunkt der Störung
18.06.2026
vier Tage
Registriernummer der Meldung
2405544
Beschreibung der Meldung
Warum wird es zugelassen, dass litauische Luftakrobaten am Bremer Flughafen mit ihren überlauten Flugzeugen, im Tiefflug wiederholt über Wohngebieten trainieren? Wäre es nicht möglich, das zu untersagen? Vier Tage wurden wir von diesen Freizeitfliegern genervt, der Lärm hat körperliche Schmerzen verursacht.
Bitte informieren Sie uns, wenn das so wiederholt werden soll, damit wir dagegen entsprechend vorgehen können. Der innerstädtische Flughafen sollte auch berücksichtigen, dass Anlieger nicht über Gebühr belastet werden.
Mit freundlichem Gruß
Meldung wurde eingetragen am
22.06.2026
Antwort
Im Zeitraum vom 15.-19.06.2026 führten zwei Piloten in der Umgebung des Bremer Flughafens Trainingsflüge im Rahmen der Musterzulassung auf den Typ L39 Albatros durch. Das Luftfahrzeug sowie die Fluglehrer wurden von der in Riga ansässigen Flugkunststaffel bereit gestellt. Die ungewöhnlich hohe Anzahl an Platzrunden des Luftfahrzeuges fand im Rahmen einer privaten Flugausbildung zweier Piloten für das spezifische Muster statt und sind durch das Luftfahrtbundesamt als Trainings vorgegeben. Das Trainingsprogramm schreibt pro Pilot die Durchführung von mindestens 66 Landungen und Starts vor. Die durchführenden Personen waren zuvor bemüht, einen Standort für die Trainingsflüge zu finden, der nicht wie der Bremer Flughafen von dichter Wohnbebauung umgeben ist. Dies konnte nach Aussage der Piloten aus logistischen Gründen leider nicht realisiert werden. Das Trainingsprogramm hat im gesetzlich vorgeschrieben Rahmen stattgefunden. Die Flughafen Bremen GmbH ist im Rahmen der Zulassung gesetzlich dazu verpflichtet, die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die DFS hat im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages gemäß § 27c Luftverkehrsgesetz den sicheren, geordneten und flüssigen Luftverkehr abgewickelt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Betreibenden bereits vor Beginn des Trainings eine rechtzeitige Information über den tatsächlichen Umfang der Flüge erteilt hätten. Ein Gespräch mit einem der beiden Piloten konnte erst am 19.06.2026 vor Ort stattfinden und diente der Sensibilisierung. Die Einweisungsflüge wurden am Samstag, den 20.06.2026 mit einem Abschlusstraining am Vormittag beendet.