Die Biodiversität im Land Bremen soll erhalten, entwickelt und nachhaltig genutzt werden. Seit langem werden viele Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, zum Beispiel Kooperationsprogramme zwischen Naturschutz; 20 % der Landesfläche sind als Natura 2000-Gebiete (FFH und Vogelschutz) geschützt. Umfassende Berichte zur Lage der Natur in Bremen und Bremerhaven bieten die beiden Teile des Landschaftsprogramms.
Im Dezember 2022 kamen bei einer Auftaktveranstaltung mehr als 60 engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusammen. Gemeinsam sammelten sie Ideen, diskutierten Herausforderungen und entwickelten Vorschläge, wie die Biodiversität in Bremen gestärkt werden kann.
Mit diesen Grundlagen wurden im Referat für Naturschutz und Landschaftspflege die Biodiversitätsstrategie und ein Insektenschutzprogramm für das Land Bremen entwickelt. Diese wurden im April 2025 offiziell beschlossen. Für die Umsetzung steht ein Aktionsplan bis 2027 bereit, der mit rund 2,5 Millionen Euro ausgestattet ist und konkrete Maßnahmen für mehr Artenvielfalt und Insektenschutz ermöglicht.
Die Biodiversität oder biologische Vielfalt setzt sich aus drei Bereichen zusammen.
Das bedeutet: Biodiversität ist die Gesamtheit der verschiedenen Formen von Leben, die in einem Gebiet (egal, wie groß oder klein: z.B. der Planet Erde oder eine Pflasterritze) zu finden sind - die Vielfalt der Tiere, Pflanzen, Pilze und sogar Mikroorganismen wie Bakterien, die unsere natürliche Welt ausmachen. Alle diese unterschiedlichen Lebensformen wirken in Ökosystemen wie in einem komplizierten Netz zusammen - die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen und innerhalb der Bereiche zählen ebenfalls zur Biodiversität: Ein abgestorbener Baum wird zu Nahrung und Lebensraum für Pilze, Insekten und viele andere Organismen, die wiederum Nahrungsgrundlage für weitere Arten sind.
Dieses Netz des Lebens ist die Grundlage für unser Leben: Nahrungsmittelproduktion, Kleidungsindustrie, Entwicklung von Arzneimitteln, um nur einige zu nennen. Derzeit befindet sich die Artenvielfalt im 6. Massenaussterben der Erdgeschichte - und es ist menschengemacht. Mit den verschwindenden Arten und der fortschreitenden Klimaerhitzung werden Ökosysteme instabil, ihre Funktionen stehen uns nicht mehr zur Verfügung.