Papier, Möbel, Dienstkleidung, Kaffee oder Spielwaren: Das Land Bremen benötigt jedes Jahr Waren im Wert von mehreren Millionen Euro. Doch woher kommen eigentlich all die Dinge, die wir in Bremen nutzen? Und: Wie werden sie hergestellt?
In der Vergangenheit haben öffentliche Einkäuferinnen und Einkäufer in der bremischen Verwaltung vor allem auf den Preis geachtet, wenn wieder eine Ausschreibung oder Anschaffung anstand. Doch: Dies hat sich geändert. Schon 2008 hat die Politik beschlossen, dass Bremens Produkte
Das Land Bremen hat diese politische Entscheidung durch Gesetze und Verordnungen gestärkt - unter anderem durch das Tariftreue- und Vergabegesetz und die Kernarbeitsnormenverordnung.
Die ökologische öffentliche Beschaffung ist ein wichtiger Hebel, um die Klimaziele der Klimaschutzstrategie 2038 zu erreichen. Deshalb hat Bremen im Aktionsplan Klimaschutz die Maßnahme L-KE-182 entwickelt, mit der die öffentliche Hand einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen leistet.
Der Bremer Senat hat am 23.06.2026 neue ökologische Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen beschlossen. Ziel ist es, mit dem Einkauf von Produkten und Dienstleistungen einen aktiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz zu leisten.
Seit der letzten Überarbeitung der Verwaltungsvorschrift im Jahr 2019 hat sich auf europäischer und bundesweiter Ebene viel bewegt. Die EU-Ökodesign-Verordnung von 2024 legt für viele Produktgruppen neue Ökodesign-Kriterien fest, um die Beschaffung nachhaltiger Produkte zu stärken. Das Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz verpflichtet die Länder dazu, stärker auf E-Mobilität zu setzen.
Und auch das Land Bremen hat sich mit dem Bremischen Kreislaufwirtschaftsgesetz und der Klimaschutzstrategie 2038 dazu verpflichtet, neue Standards für mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung in der Beschaffung zu setzten. Nun hat der Senat eine Aktualisierung der bestehenden Vorgaben beschlossen, um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen.
Die neue Anlage 2 der VVBesch finden Sie im Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen. Weitere Informationen gibt es außerdem in der offiziellen Pressemitteilung der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.
ChemClimCircle-2 möchte die nachhaltige Beschaffung im Ostseeraum weiter voranbringen und die Aspekte Klimaneutralität, Zirkularität und Chemikalienarmut in der öffentlichen Beschaffung verankern.
WEITER
Circular Shift zielt darauf ab, die Kreislaufwirtschaft in sieben Ländern grenzüberschreitend zu beschleunigen, sie widerstandsfähiger zu machen und zu einer besseren Lebensqualität und Wohlbefinden beizutragen.