Bremen ist durch seine geographische Lage an der Weser und seine Nähe zur Nordsee stark vom Klimawandel betroffen. Der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels und die von Expertinnen und Experten vorhergesagten häufigeren Extremwetterereignisse stellen eine direkte Bedrohung dar. Zur Anpassung an die neuen Bemessungswasserstände und zur Sanierung der bautechnisch mangelhaften Deiche wird das Neustädter Weserufer (die "Stadtstrecke") umgebaut. Ziel ist es, die Sicherheit der vielen Menschen, die in diesem Bereich leben und arbeiten, nachhaltig zu verbessern und Privateigentum, Gewerbebetriebe, Infrastruktur und Kulturgüter zu schützen.
Dabei berücksichtigen die Planerinnen und Planer nicht nur die Belange des Hochwasserschutzes, sondern auch städtebauliche und verkehrliche Aspekte. Es entstehen ein moderner Hochwasserschutz, unterschiedlich nutzbare Aufenthaltsbereiche und optimierte Verkehrswege.
Der 4. Bauabschnitt (BA 4) der Stadtstrecke im Bereich der Bremer Neustadt erstreckt sich von der Piepe weseraufwärts bis an den Habenhauser Deich auf Höhe der Wohnbebauung „Am Dammacker". Dieser Deichabschnitt hat eine Länge von 1.122 Metern.
Um einen sicheren Hochwasserschutz zu gewährleisten, muss der BA 4 umfassend ausgebaut werden. In diesem Zuge wird auch die Verkehrsführung neu geregelt, es entstehen getrennte Geh- und Radwege und barrierefreie Zugänge. Die zukünftig konfliktfreie Nutzung macht das Ufer hier zu einem attraktiveren Ort der Erholung und Freizeitgestaltung für alle Bremerinnen und Bremer.
Untersuchungen zeigen, dass der bestehende Deich in Teilen nicht mehr den heutigen sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht. Mängel bestehen unter anderem bei der Schutzhöhe, der Standsicherheit der Böschungen, der Materialqualität sowie bei den Wegen für Deichunterhaltung und -verteidigung. Zudem müssen Nutzungskonflikte zwischen Hochwasserschutz, Rad- und Fußverkehr, Grünflächen und Naherholung berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die verschiedene Lösungsvarianten zur Anpassung und Ertüchtigung des Deiches untersucht (Machbarkeitsstudie Teil 2, 2024). In diese Untersuchung fließen technische, ökologische, städtebauliche und verkehrliche Aspekte ebenso ein wie die Zielstellung, den Eingriff in die privaten Grundstücke zu minimieren. Die Studie bewertet die Varianten und schlägt eine Vorzugsvariante vor, die als Grundlage für die weitere Planung dient und den Hochwasserschutz langfristig an die veränderten klimatischen Bedingungen anpasst.
In den Downloads finden Sie Informationen zur Hochwasserschutzanlage: Entdecken Sie detaillierte Pläne, Informationen zum Hochwasserschutz und weitere relevante Dokumente zum Bauabschnitt 4 der Stadtstrecke. Die Machbarkeitsstudie von 2016 behandelt erste Lösungsansätze. In der Machbarkeitsstudie Teil 2 von 2024 werden detailliert mehrere Vorschläge (Varianten) erarbeitet und dann die Vorzugslösung ausgewählt.
Planung und Gutachten
Projektpräsentationen
Gremienbeschlüsse