Im Grünen Bremer Westen wird der bestehende Waldgarten am Pirolweg um 3.122 m² erweitert, ökologisch qualifiziert und um eine umfassende Umweltbildungsfläche ergänzt. So entsteht ein innovativer Lern- und Erlebnisort, der Biodiversität, Klimaanpassung und nachhaltige Ernährung miteinander verbindet.
Kern des Projekts ist der Aufbau eines „Wald-Weltackers“, der auf rund 2.000 m² anschaulich zeigt, wie eine nachhaltige Ernährung praktisch umgesetzt werden kann. Durch die Anlage eines Teichs, Geländemodellierung, biodiversitätsfördernde Strukturen und neue Infrastruktur wird der Waldgarten ökologisch aufgewertet. Eine gärtnerische Fachkraft begleitet die Umsetzung, stärkt das Ehrenamt und vermittelt Besucher:innen die Prinzipien des Waldgartens.
Weitere Informationen zum Waldgarten: Waldgarten Bremen Walle e.V. oder Verein Sozialökologie
Ziel des Projekts ist der Aufbau eines klimaresilienten, biodiversitätsreichen Waldgartens, der als Lern- und Demonstrationsort dient. Durch die Erweiterung entstehen unterschiedlich genutzte Flächen – von produktiver Nahrungsmittelerzeugung bis zu naturnahen Waldgartenstrukturen.
Mit dem „Wald-Weltacker“ wird ein Bildungsort geschaffen, der nachhaltige Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet anschaulich vermittelt. Die sogenannte Planetary Health Diet ist ein wissenschaftlich fundiertes Ernährungsmodell, das Gesundheit und Klimaschutz einbezieht. Das Angebot richtet sich an Schulen, Fachkräfte und interessierte Bürger*innen und stärkt ökologische Kompetenzen.
Ökologisch stehen die Verbesserung der Bodenqualität, die Schaffung vielfältiger Lebensräume und die Förderung der Artenvielfalt im Fokus. Gleichzeitig wird der Waldgarten organisatorisch durch eine professionelle Koordination und eine gärtnerische Fachkraft langfristig gesichert und das Ehrenamt gestärkt.
Die Maßnahmen gliedern sich in vier miteinander verknüpfte Module. Im ersten Modul steht die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Waldgartenfläche im Mittelpunkt. Dazu gehören neben der laufenden Instandhaltung auch die Projektkoordination, die Durchführung von Workshops sowie begleitende Öffentlichkeitsarbeit.
Das zweite Modul umfasst den Ausbau der Umweltbildungsfläche „Wald-Weltacker“. Hierzu zählen die Bodenvorbereitung und Gründüngung ebenso wie die konzeptionelle Planung und der Bau zentraler Infrastrukturen, etwa eines Wildschutzzauns, eines Materiallagers und eines Bewässerungssystems. Ergänzt wird dies durch die Entwicklung von Bildungsmaterialien und Leitsystemen.
Im dritten Modul wird der Waldgarten gezielt qualifiziert. Dies beinhaltet die Anlage eines Teichs sowie die Aufweitung des Grabensystems und eine angepasste Geländemodellierung, um unterschiedliche Feucht- und Trockenstandorte zu schaffen. Flankierend werden Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt, darunter Gründüngung, Initialsaaten sowie Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel. Ein Sandarium mit Trockenmauer ergänzt diese Maßnahmen.
Das vierte Modul zielt auf die Professionalisierung der bisher rein ehrenamtlichen Strukturen ab. Vorgesehen sind die Anstellung einer gärtnerischen Fachkraft, die Auslagerung der Lohnbuchhaltung sowie eine fachliche Begleitung für Ehrenamtliche und Besucher:innen.