Die Krüselstraße liegt mitten im dichtbesiedelten Stadtteil Bremerhaven-Lehe. Dort soll durch eine naturnahe Umgestaltung aus einem wenig ansprechenden Spielplatz ein Ort zum Innehalten und Natur erleben entstehen. Das Gartenbauamt Bremerhaven ist für die Unterhaltung von ca. 80 öffentlichen Spielplätzen im Stadtgebiet zuständig. Wenn Umgestaltungen der Spielorte anstehen, sollen diese möglichst ökologisch und nachhaltig umgesetzt werden. Beim Spielplatz in der Krüselstraße sorgt eine variantenreiche Bepflanzung für mehr Biodiversität. Laubbäume sorgen für mehr Schatten und Abkühlung. Bei dem Einsatz von Material werden natürliche Materialien und FSC-zertifizierte Hölzer bevorzugt. Gebrauchtes Material findet eine Wiederverwendung.
Der Pikopark Krüselstraße soll den Kindern aus der Nachbarschaft und den benachbarten Kitas einen spielerischen Kontakt zum Grün verschaffen. Dies ist in einem dicht besiedelten Stadtteil wie Lehe von doppelter Bedeutung: Zum einen schafft der Pikopark eine Erholungsfläche, die das Mikroklima positiv beeinflusst. Zum anderen wird das Grundstück als Spielfläche für Kinder gesichert. Das ist gerade für die Kinder wichtig, die nicht über eigene Gärten zum Spielen verfügen.
Durch Beteiligung der benachbarten Kindertagesstätten soll für diesen öffentlichen Raum Identifikation geschaffen werden, in der Absicht den neugestalteten und gleichzeitig sensiblen Raum zu schützen. Wenn die Kinder aus der Nachbarschaft in den Schaffensprozess eingebunden sind, z.B. durch Pflanzaktionen, ist hoffentlich nicht nur das Interesse geweckt, sondern auch das Bestreben die Anlage zu schützen. Und schließlich soll der Pikopark auch zum Entspannen für Besuchende aller Altersgruppen zur Verfügung stehen und wie ein erweiterter Garten mitten im urbanen Raum die Menschen im Stadtteil erfreuen.
Dort wo sich ein wenig einladender Spielplatz befindet, soll ein Ort entstehen, der durch sein Angebot zum Spielen lockt und durch die naturnahe Umgestaltung ganz selbstverständig Spiel mit Natur verbindet: Hochbeete und extensiv gepflegte Rasenflächen laden zum Beobachten von Flora und Fauna ein. Holzpodeste und Sitzgelegenheiten bieten Platz zum Picknicken und Entspannen. Spielerische Elemente aus Holz bieten Anlass für Bewegung und Rollenspiel, denn die Motive der Spielangebote erinnern an ein Vogelnest und andere Naturerscheinungen.
Unter Einbindung der benachbarten Kitas entsteht ein Ort für Begegnung und Austausch oder gemeinsame Aktionen, denn der neue Spiel-Pikopark ist fußläufig für mindestens fünf Einrichtungen erreichbar. Wenn eine Kita mitgestalten möchte, kann ein Hochbeet selbst bepflanzt und gepflegt werden.
Bei den verwendeten Materialien wird auf Naturmaterialien zurückgegriffen. Geplant sind Trockenmauern aus regionalem Naturstein (Wesersandstein), gebrauchtes Natursteinpflaster als Wegebelag, das wiederverwendet wird, sowie wassergebundene Wegedecken. Die Bepflanzung ist vielfältig gewählt: Laubbäume sorgen für Schatten; Sträucher, Stauden und extensiv gepflegter Rasen für mehr Biodiversität.
Die Baumaßnahmen werden 2026 öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Parallel zur Bauphase, die im Sommer 2027 abgeschlossen werden soll, sind Baustellenführungen mit den Kindern aus den Kitas geplant. So soll eine erste Verbindung zu dem neuen Ort wachsen und neugierig machen. Mitmachaktionen, wie z.B. gemeinsames Pflanzen von Stauden, runden das baubegleitende Programm ab und schließlich soll mit einem Fest die Einweihung und Freigabe des Pikoparks gefeiert werden.