Das Handlungskonzept Stadtbäume hat sich zum Ziel gesetzt, den Baumbestand in der Stadtgemeinde Bremen nachhaltig und für die Zukunft gewappnet aufzustellen. Als Teil des Handlungskonzeptes Stadtbäume soll zum einen die Vitalität der vorhandenen Bestandsbäume erhöht werden und zum anderen sollen neue, in großen Pflanzgruben stehende Bäume, stadtweit gepflanzt werden. Die senatorische Umweltbehörde hat dabei den Ansatz, kontinuierlich Haushaltsmittel oder Drittmittel einzuwerben.
Mit Auflage der Förderrichtlinie Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (NKK) in dem Förderprogramm Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), finanziert aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) des Bundes, entschied sich die Stadtgemeinde Bremen für eine Bewerbung auf Fördermittel zur Pflanzung von Bäumen in Straßenräumen. Die Pflanzungen sollten durch den städtischen Eigenbetrieb, dem Umweltbetrieb Bremen und nach Maßgabe des Handlungskonzeptes Stadtbäume erfolgen.
Ziel des Projektes ist die Pflanzung von 500 Stadtbäumen in der Stadtgemeinde Bremen. Dabei sollen Baumstandorte mit ausreichend großen Pflanzgruben mit mindestens 12 m³ durchwurzelbarem Substrat entstehen. Wenn die örtlichen Gegebenheiten eine größere Pflanzgrube zulassen, sollen bis zu 36 m³ hergestellt werden.
Die Neupflanzungen wurden unter Berücksichtigung der Vorgaben des Handlungskonzeptes Stadtbäume und der allgemeingültigen Regelwerke gepflanzt und berücksichtigen dabei die Klimabaumliste Bremen. Die Pflanzungen sollen dabei allen Stadtteilen und Ortsteilen zugutekommen, wobei eine Priorisierung der sozial benachteiligten oder grün unterversorgten Stadtteile vorgenommen wurde. Übergeordnet trägt dieses Projekt zur nachhaltigen und dauerhaften Erhöhung des Stadtbaumanteils Bremen bei. Dabei fördert die Pflanzung von Bäumen im Stadtgebiet Bremen die Wohlfahrtsleistungen wie Schattenwurf, Luftkühlung, Luftreinhaltung, Sauerstoffbildung sowie viele weitere für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen.
Im städtischen Selbstverständnis trägt das Projekt vor allem dazu bei, den Folgen des Klimawandels zu begegnen oder dem Klimawandels durch CO2 Einsparung bzw. Bindung entgegenzutreten.
Zur Umsetzung des Förderprojektes und der Pflanzung von 500 Straßenbäumen, prüfte und identifizierte der Umweltbetrieb Bremen stadtweit geeignete Standorte. Darüber hinaus trat der Umweltbetrieb Bremen an die Ortsämter und Beiräte heran und lud diese ein, unter Berücksichtigung der Vorgaben aus der Förderrichtlinie, eigene Vorschläge für Baumstandorte mitzuteilen, welche dann durch den Umweltbetrieb Bremen geprüft wurden.
Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Begrünungsintensitäten der Stadt- und Ortsteile, hat der Umweltbetrieb Bremen und in Abstimmung mit der senatorischen Umweltbehörde eine Pflanzliste erstellt, bei welcher möglichst viele Ortsamt- und Beiratsvorschläge berücksichtigt wurden.
Nach erfolgreicher Einwerbung der Mittel im April 2024 konnte dann direkt in der Pflanzperiode Winter 2024/2025 die Bepflanzung der 500 Bäume erfolgen. Um besonders gut an ihrem neuen Standort anzukommen, werden die neuen Bäume nach Pflanzung 5 Jahre intensiv gepflegt. Die 5-jährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege, welche im Rahmen des Handlungskonzeptes Stadtbäume etabliert wurde, hat dabei das Ziel, ein gutes Anwachsen der Bäume an ihrem neuen Standort zu fördern. Eine Verpflanzung aus der Baumschule und die sich verändernden Klimabedingungen machen diese Maßnahmen notwendig, um Bäume im städtischen Raum zu etablieren.