Die "Kleine Lucie“, ein Teil des Lucie-Flechtmann-Platzes in der Bremer Neustadt, soll an das dort seit 2013 bestehende Urban Gardening Projekt "Ab geht die Lucie!“ angeschlossen und hierfür entsiegelt und begrünt werden. Entstehen wird ein strukturreicher Pikopark mit hoher Verschattung, Sitzmöglichkeiten und Elementen zur Steigerung der Artenvielfalt in der Stadt wie Trockenmauern, Totholz, einem Sandarium und weiteren Nisthilfen. Die "Kleine Lucie“ ist ca. 900 m² groß. Auf ihr befinden sich bereits zehn Amberbäume und etwas Stadtmobiliar, ansonsten ist die Fläche weitgehend ungenutzt und mit Großsteinpflaster versiegelt. Die Gärtner:innen von "Ab geht die Lucie!“ dürfen diese Teilfläche des Platzes nun ebenfalls bewirtschaften und nach ihren Vorstellungen gestalten. Im Rahmen eines Beteiligungsprozesses wurde ein Gestaltungsplan für die Fläche erstellt. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Sommer / Herbst 2026 sollen dann weitere 700 m² entsiegelt und umgestaltet worden sein.
Weitere Informationen zur Kleinen Lucie
Ziel des Projektes ist es, die "Kleine Lucie“ zu einer grünen, strukturreichen, versickerungsfähigen Fläche mit hoher Aufenthaltsqualität für die Nachbar:innen zu machen. Durch die Begrünung soll zusätzlich die Verdunstungskühlung erhöht und so das Mikroklima für die Nachbarschaft verbessert werden, da der Lucie-Flechtmann-Platz sich in einem ehemaligen Gewerbegebiet ohne sonstige Grünflächen befindet.
Dieser bisher weitestgehend ungenutzte Teil des Lucie-Flechtmann-Platzes soll an den bestehenden Garten angeschlossen werden. Der Garten wird somit um eine noch sehr viel dichter begrünte Fläche ergänzt, welche eine deutliche Abgrenzung zur viel befahrenen Westerstraße herstellt. Hier soll kein Gemüse angebaut werden, sondern die Artenvielfalt und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt stehen. Prinzipien aus der Permakultur, die auch im bestehenden Lucie-Garten bereits Anwendung finden, sollen auch auf der "Kleinen Lucie“ umgesetzt werden. So entsteht ein möglichst pflegeleichter Garten, der von Staudenflächen, Gehölzstrukturen und den großen, schattenspendenden Amberbäumen geprägt ist, die schon auf der Fläche wachsen. Die "Kleine Lucie" soll auch für mobilitätseingeschränkte Menschen und Menschen mit Sehbehinderung gut erschlossen werden, ganz nach dem Motto "Garten für Alle“. Auch mit Kindern und Jugendlichen soll die Fläche im Rahmen der Umweltbildungsangebote des Vereins genutzt und gestaltet werden.
Auf der ca. 900 [AKB m²;Quadratmeter] großen Fläche sollen etwa 700 [AKB m²;Quadratmeter] Großsteinpflaster mit Bitumengussfugen sowie die darunter liegende Tragschicht aus Split und Magerbeton entfernt werden. Ein Haupt- und ein Nebenweg sollen als wassergebundene Wegedecke durch den neuen Pikopark angelegt und die restlichen Flächen mit Mutterboden aufgefüllt werden. Hier sollen Grünflächen entstehen, welche den Amber-Baumbestand um Hecken, Großsträucher, intensive und extensive Staudenflächen sowie verschiedene Rasenflächen ergänzen sollen. Geplant sind u.a. ein Kräuterrasen sowie ein Magerstandort mit Sandfläche als Nistmöglichkeit für Wildbienen. Die Bepflanzung soll vielfältig mit heimischen Arten erfolgen und u.a. ein breites Nahrungsangebot für Tiere in der Stadt wie Vögel und Insekten schaffen. Nisthilfen wie Totholzstrukturen, die Sandfläche, Mauerritzen und selbst gebaute Insektenhotels sollen dieses Angebot ergänzen.
An verschiedenen Stellen sollen barrierefreie Sitzmöglichkeiten sowie selbst gebaute Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Dazu gehören u. a. Senior:innenbänke und Trockenmauern, welche es als Elemente jeweils auch auf der großen Lucie gibt. Die bereits bestehende kleine Hügellandschaft am südlichen Rand des vorhandenen Gartens soll über die dort befindlichen Treppenstufen auf die "Kleine Lucie" erweitert werden, um einen optischen und physischen Anschluss der beiden Gartenteile aneinander zu verwirklichen.